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Latscho Drom hat sich zum Ziel gesetzt, die Integration und Inklusion der Roma und Sinti zu fördern und will zum Abbau der beiderseitigen Vorurteile und Berührungsängste zwischen Nicht-Zigeunern und Roma (aber auch gegenüber alteingesessenen Sinti) beitragen. Neben einer Intensivierung der Begegnung sollen Roma und Sinti Raum erhalten, ihre Kultur, ihr Leben und ihre Interessen darzustellen. Dafür sollen durch Vortragsveranstaltungen, Ausstellungen, Kon-zerte und Gelegenheiten der Begegnung Möglichkeiten geschaffen werden, aufeinander zuzugehen und Hürden abzubauen. Daneben sollen Roma, Sinti und verwandten Bevölkerungsgruppen Gelegenheiten verschafft werden, ihre verschiedenen Kulturen in der Öffentlichkeit darzustellen.

Gegründet wurde der Verein in Köln Anfang 2012 von Roma, Sinti und Nicht-Zigeunern – darunter Sozialarbeiter und Ethnologen, die zum Teil seit vielen Jahren mit den Menschen arbeiten, welche die Zielgruppe(n) des Vereins sind.

Die dem Verein angegliederte Arbeitsgemeinschaft Geschichte und Ethnographie der Rom(a), Sinti und anderer Zigeunergruppen in Deutschland bietet auf einer eigenen Webseite Informationen und Materialien vor allem zu diesem Thema an.

Der Verein möchte der Mehrheitsgesellschaft nicht nur mehr Wissen über diese in Deutschland wachsenden Bevölkerungsgruppen vermitteln, sondern auch dazu beitragen, die schulische und berufliche Bildung unter den Betroffenen zu fördern. Durch eine Reihe von Angeboten soll der schulische Erfolg der betroffenen Kinder und Jugendlichen verbessert werden. Darüber hinaus sollen Sprachkurse und Integrationshilfen für Erwachsene angeboten werden.

Im sozialen Bereich sehen wir die Notwendigkeit, dass der Einwanderung von Roma aus den neuen EU-Ländern Bulgarien und Rumänien und den damit einhergehenden Entwicklungen größere Beachtung geschenkt wird. Die Stadtbezirke Mülheim und Kalk weisen innerhalb Kölns die größte Zahl von Zuwanderern aus diesen beiden Ländern auf, von denen der überwiegende Teil Roma sind. Aus diesen Gründen soll zwar der Schwerpunkt der Vereinsarbeit zunächst im rechtsrheinischen Köln (besonders Mülheim und Kalk) liegen, später bzw. bei Bedarf aber auch auf andere Stadtteile ausgedehnt werden.

Die Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien, die zum Teil bereits seit über 30 Jahren in Köln leben, sollen ebenfalls in die Vereinsarbeit einbezogen werden.

Viele – auch alteingesessene – Roma und Sinti scheuen sich, in der Öffentlichkeit zu ihrer Herkunft zu stehen. Dadurch ist eine auf ihre spezifischen Bedürfnisse und Probleme zugeschnittene Interessenvertretung nur schwer möglich. Der Verein will die Betroffenen dabei unterstützen, sich in unserer pluralistischen Gesellschaft besser zurechtzufinden und sich nach ihren Inte-ressen politisch, künstlerisch oder sozial zu engagieren.

Latscho Drom möchte in allen Bereichen mit Institutionen, Vereinen und Politikern der verschiedenen demokratischen Parteien zusammenarbeiten – sofern die anstehenden Themen nicht zu parteipolitischen oder ideologischen Ausein-andersetzungen mißbraucht werden.

Um all die geplanten Aktivitäten bündeln zu können, arbeitet der Verein auf die Errichtung eines Kultur- und Begegnungszentrums hin.